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Sojus-Stopp: Fruchtfliegen bleiben auf der Erde

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Sojus-Stopp: Fruchtfliegen bleiben auf der Erde

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Nach dem Absturz eines unbemannten Versorgungstransporters am Mittwoch hat Russland den Einsatz von Sojus-Raketen bis zur Klärung der Unfallursache gestoppt.

Der Frachter war vom Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet und stürzte auf dem Weg zur Internationalen Raumstation ISS ab. Beim Absturz in menschenleerem Gebiet in Sibirien wurde niemand verletzt.

An Bord hatte der Weltallfrachter drei Tonnen Versorgungsgüter für die Raumfahrer sowie Fruchtfliegen für ein Experiment auf der ISS. Die russischen Behörden forderten die Menschen auf, die in etwa 40 Kilometer Entfernung von dem Absturzort in Sibierien leben, die Sachen liegen zu lassen. Die russische Raumfahrtbehörde will sie abholen. Ob die Fruchtfliegen leben und sich aus ihrer Transportkiste befreien konnten, war zunächst unklar.

Die Sojus-Raketen sind nach der Einstellung des amerikanischen Space-Shuttle-Programms nun die einzigen Mittel zur Versorgung der ISS.

Ob der nächste bemannte Flug zur ISS mit Hilfe einer Sojus-Rakete am 22. September stattfindet, ist ungewiss.