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Übergangsrat will an Gaddafis verbunkerte Milliarden

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Übergangsrat will an Gaddafis verbunkerte Milliarden

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In Libyen wird noch gekämpft. In Konferenzsälen geht es bereits um die Zukunft des Landes:

So haben die libyschen Aufständischen die internationale Gemeinschaft zur Freigabe von rund 3,5 Milliarden Euro an eingefrorenen Geldern für die dringendsten humanitäre Zwecke aufgefordert. Die Teilnehmer, unter anderem aus den USA, Frankreich, Grossbritannien, Italien, Deutschland und der Türkei, hätten dieses Anliegen bei einem Treffen der sogenannten Libyen-Kontaktgruppe in Doha, Katar unterstützt, so ein Vertreter des Übergangsrats.

Nach Angaben von Getreuen des bisherigen Machthabers Gaddafi liegen weitweit mehr als 80 Milliarden Euro auf gesperrten Konten der bisherigen libyschen Elite. Zur Freigabe ist grünes Licht des Libyen-Sanktionskomitees des UN-Sicherheitsrates nötig, dazu oft auch eine rechtliche Klärung, die auch Jahre dauern kann. Bis dahin dürfte das Land Überbrückungskredite brauchen.

Frankreichs Staatspräsident Nicolas Sarkozy versprach dem Chef des Exekutivkomitees des Übergangsrates, Machmud Dschibril, “eine große internationale Konferenz” Anfang September in Paris, um dem “freien Libyen von morgen zu helfen”.

S.U