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Wildwest-Fahndung in Nordafrika: Gaddafi "tot oder lebendig"

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Wildwest-Fahndung in Nordafrika: Gaddafi "tot oder lebendig"

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Tot oder lebendig – auf Muammar Gaddafi ist ein Kopfgeld von umgerechnet gut einer Million Euro ausgesetzt, laut Übergangsrat von einem Geschäftsmann aus Bengasi.

Auch das Gaddafi-Regime hatte in den Monaten des Aufstandes mit dem Mittel “Kopfgeld” gearbeitet, etwa für die Ergreifung oder Informationen über ausländische Journalisten.

Der Chef des Nationalen Übergangsrates tat noch etwas dazu:

Mustafa Abdel Jalil:

“…jedem aus dem inneren Kreis um Gaddafi, der ihn tötet oder festsetzt, wird Straffreiheit garantiert.”

Von dem bisherigen libyschen Machthaber fehlt weiter jede Spur, in der Hauptstadt Tripolis wird nach ihm gesucht, aber auch in seiner Heimatregion Sirte. In Audio-Botschaften hatte er verlauten lassen, er sei in Tripolis und zum Kampf bis zum Tod aufgerufen.

Nach der Hinrichtung des irakischen Diktators Saddam Hussein, die auf ein Urteil eines Sondertribunals folgte, war international eine Diskussion entbrannt: Wie weit gelten Menschenrechte – etwa das Recht auf Leben oder das Recht auf ein faires Verfahren – auch für Verletzer von Menschenrechten?

S.U