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In Libyen hat die Führung der Aufständischen allen Soldaten, die noch immer für Gaddafi kämpfen, Straffreiheit zugesichert und sie aufgefordert, ihre Waffen niederzulegen. Die Jagd auf den libyschen Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi hält an. Auch zwei Tage nachdem die Rebellen seine Residenz erobert haben, gibt es keine Spur von Gaddafi. “Wir hoffen, sie fangen ihn und übergeben ihm dem Internationalen Strafgerichtshof”, sagt einer der Rebellen.

Revolutionsführer Gaddafi rief in einer neuen Audiobotschaft seine Anhänger auf, weiter gegen die Rebellen zu kämpfen. Man solle den Ratten nicht erlauben, “Tripolis an die Kolonialmächte zu übergeben.”

In einigen Vierteln der Hauptstadt wird noch immer gekämpft. Es kommt auch vereinzelt zu Plünderungen. Von den Aufständischen hieß es, die Plünderungen konzentrierten sich auf die Besitztümer der Gaddafi-Familie. Nach der Erstürmung des Stadtteils Abu Salim, der als Hochburg der Regierungstruppen gilt, nahmen die Rebellen mehrere Dutzend Gaddafi-Anhänger gefangen.

Die Rolle der NATO in Libyen wird immer undurchsichtiger. Die USA distanzierten sich offiziell von der Erklärung Großbritanniens, die NATO unterstütze die Jagd auf Gaddafi. Die NATO-Mission sei auf den Schutz libyscher Zivilisten beschränkt, hieß es in Washington.