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Italiens Sparpaket: Geplante Reichensteuer schon wieder gekippt

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Italiens Sparpaket: Geplante Reichensteuer schon wieder gekippt

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Italiens neues Sparpaket wird noch einmal geändert: Gerade erst vor zweieinhalb Wochen war es beschlossen worden, aber seitdem kam zuviel Widerstand auf.

45 Milliarden Euro soll der Plan des Finanzministers bringen: Am Ende stünde schon in zwei Jahren ein Italien, das sich kein neues Geld mehr borgen muss.

Mehr als sieben Stunden lang haben nun die Spitzen des Regierungsbündnisses zusammengesessen, um noch nach anderen Sparmöglichkeiten zu suchen.

Vor allem fällt nun die geplante Reichensteuer weg. Jetzt sollen nur noch Parlamentsabgeordnete diesen Solidaritätszuschlag zahlen, nicht mehr alle Gutverdienenden des Landes.

Bei den 45 Milliarden soll es trotz der jetzigen Änderungen bleiben: Gespart werden muss nun aber an anderen Stellen. Die Regierung will daher die Verwaltungsebene der Provinzen abschaffen; vom Tisch sind dagegen die umstrittenen Zwangszusammenschlüsse kleiner Gemeinden. Sie hatten für lebhafte Proteste der Bürgermeister gesorgt.

Außerdem geht es zum Beispiel an die Renten: Hier zählen in Zukunft nur noch Arbeitsjahre, keine Studien- oder Armeezeiten mehr. Und: Die Zahl der Parlamentarier soll halbiert werden.

In knapp drei Wochen soll dieses geänderte Sparpaket nun vom Parlament beschlossen sein.