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Keine Auslieferungen an den Westen

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Keine Auslieferungen an den Westen

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Der libysche Übergangsrat hat nicht die Absicht, libysche Bürger an den Westen auszuliefern.

Grund: Ein US-Sender hatte zuvor den 2009 freigelassenen Lockerbie-Attentäter Abdelbaset al-Megrahi in seinem Haus in Tripolis aufgespürt.

Der provisorische Justizminister im Gespräch mit Jamel Ezzedini von Euronews: “Wir werden keine libyschen Bürger an den Westen ausliefern, zumal Abdelbaset Al-Megrahi bereits rechtskräftig verurteilt worden ist und keine Person zweimal für die gleiche Tat verurteilt werden kann.

Entsprechende Anfragen der USA sind daher sinnlos.”

Knapp eine Woche nach dem Fall von Tripolis räumte der libysche Übergangsrat darüberhinaus ein, dass eine der vordringlichsten Aufgaben die rasche Befriedung des Landes sein müsse. Dazu sollen nun die in großer Zahl im Land existierenden Waffen eingesammelt werden.

Der stellvertretende provisorische Verteidigungsminister:“Wir haben Gespräche mit den lokalen Gemeindevetretern begonnen, um sicherzustellen, dass alle Bürger, besonders aber die jungen Menschen peu a peu ihre Waffen abgeben. Alternativ sollen einzelne Waffen aber auch legal erworben werden können.”

Aus den bisherigen Rebellenkämpfern soll sich, nach Willen des Übergangsrates, nun auch die künftige Armee eines freien Libyen rekrutieren.