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Libyen: Gespräch mit Sohn von Gaddafi-Vertrautem

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Libyen: Gespräch mit Sohn von Gaddafi-Vertrautem

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In einem Krankenhaus in Tripolis entdeckt Euronews-Reporter Dschamel Ezzedini einen Gaddafi-treuen Kämpfer. Der junge Mann, Mustafa Said Awedat, ist darüberhinaus auch der Sohn eines Gaddafi-Vertrauten und hohen Armeebefehlshabers. Ihr Familien-Klan steht dem von Gaddafi ebenfalls sehr nahe.

An der Front sei er nicht gewesen, erzählt Awedat; nur in Tripolis, hinaus sei er nicht gekommen. Jetzt wolle er allen sagen: Wer Gaddafi liebe, solle es auch weiterhin tun – aber ohne Blutvergießen. Und wer bei den Aufständischen sei, solle es auch bleiben – aber ohne Blutvergießen.

Der Umsturz habe Freiheit und Demokratie gebracht, sagt er weiter. Die Redefreiheit dürfe sich nicht auf Blut zwischen den Libyern gründen; es dürfe nicht gehen wie mit seinen verletzten Beinen.

Der Hass dürfe die Libyer nicht zu Feinden machen. Viele würden sagen, Libyen bestehe aus vielen Stämmen – aber das sei falsch, meint Awedat: Libyen sei ein einziger Stamm, es gebe nur den libyschen Stamm.