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Libysche Rebellen rücken weiter auf Sirte vor

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Libysche Rebellen rücken weiter auf Sirte vor

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Die libyschen Rebellen rücken weiter auf Sirte vor, die Geburtsstadt des ehemaligen Machthabers Muammar al-Gaddafi. Nach eigenen Angaben haben die Rebellen am Sonntag das Dorf Bin Jawad eingenommen und näherten sich damit weiter der strategisch wichtigen Küstenstadt.

Sirte gilt als eine der letzten Hochburgen der Gaddafi-Anhänger. Die Übergangsregierung verhandelt seit Tagen über eine friedlich Übergabe der Stadt. “Wir sind stark genug, die Stadt mit Gewalt zu erobern”, sagte einer der Aufständischen. “Es wäre besser, wenn sie sich ergeben, aber wenn sie sich weigern, fegen wir sie hinaus.”

Der Aufenthaltsort von Oberst Gaddafi ist weiter unbekannt. Viele glauben, er halte sich in Sirte auf, andere vermuten, er sei noch in Tripolis.

Die Übergangsregierung in der Hauptstadt erklärte derweil, sie sei nicht bereit, den Lockerbie-Attentäter Abdelbaset al-Megrahi an den Westen auszuliefern. Der US-Fernsehsender CNN berichtete, einer seiner Reporter habe den schwer krebskranken Megrahi in Tripolis gefunden. Er werde von seiner Familie gepflegt und sei in ein Koma gefallen.

Megrahi ist als einziger für das Attentat auf eine amerikanische Passagiermaschine über Schottland verurteilt worden. Vor zwei Jahren wurde er wegen seiner Krankheit vorzeitig aus der Haft der entlassen.