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Gaddafis Söldner hoffen auf fairen Prozess

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Gaddafis Söldner hoffen auf fairen Prozess

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In der Schlacht um Tripolis sind Hunderte von Anhängern Muammar al-Gaddafis verwundet worden. Medizinisch versorgt werden sie in einem Krankenhaus, das zum Schutz der Patienten nicht identifiziert werden kann. Aber der Euronews-Reporter Jamel Ezzedini hat mit einigen der Verwundeten gesprochen.

Einer der verletzten Männer sagt, er sei zum Kämpfen gezwungen worden: “Gaddafis Leute haben zu mir gesagt: Komm und kämpf mit uns gegen die Verräter und Söldner, wie sie sich ausdrückten. Und dann gaben sie uns Waffen.”

“In Buslim, einem Bezirk von Tripolis, war die Hälfte von Gaddafis Soldaten im Gefängnis”, sagt ein anderer Kämpfer. “Und Gaddafi hat sie befreit?”, fragt der Euronews-Reporter. “Ja. Muammar al-Gaddafi hat sie befreit. Möge Gott ihn bestrafen.”

Laut Menschenrechtsgruppen sind während des Kampfes um die Kontrolle über die libysche Hauptstadt von beiden Konfliktparteien Kriegsverbrechen begangen worden. Viele der Menschenrechtsverletzungen werden Söldnern zur Last gelegt.

“Niemand weiß genau, wieviele Söldner für Gaddafi gekämpft haben”, so der Euronews-Reporter, “aber es dürften mehrere Tausend gewesen sein. Diese Männer kämpfen für Geld. Mit Ideologie haben sie nichts im Sinn. Einige von ihnen wurden getötet, andere sind aus Libyen geflohen. Ein Teil von ihnen wurde verwundet und wird in lybischen Krankenhäusern behandelt. Diese Kämpfer warten jetzt auf ihre Gerichtsverfahren und hoffen auf einen fairen Prozess.”