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Immer mehr Franzosen arm

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Immer mehr Franzosen arm

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In Frankreich leben immer mehr Menschen in Armut. Nach Angaben des Statistikamtes hatte 2009 die Hälfte der französischen Haushalte ein Jahreseinkommen von weniger als 19.000 Euro. Die globale Wirtschaftskrise hat vor allem die Armen getroffen.

2009 lebten rund 8,2 Millionen Menschen in Frankreich von weniger als 954 Euro im Monat und galten somit als arm. Dies waren 13,5 Prozent der Bevölkerung. Die Schere zwischen Arm und Reich wird derweil immer größer. Der Lebensstandard der Reichsten verbesserte sich um 0,7 Prozent. Dagegen verschlechterte sich dieser bei den Ärmsten um 1,1 Prozent.

Olivier Bernard war früher Immobilienmarkler, heute muss er von Arbeitslosenhilfe leben. Er kommt kaum über die Runden. “400 Euro pro Monat: das sind rund 11, 12 Euro pro Tag. Wenn ich ein U-Bahn-Ticket kaufe, kostet das 1,70 Euro. Hin und zurück macht das bereits 3,40 Euro. Das zeigt, wie schnell das Geld weg ist.”

Neben der Finanzkrise ist die steigende Arbeitslosigkeit Hauptgrund für die Negativentwicklung. 2009 lag die Arbeitslosenquote bei 9,1 Prozent und war damit 1,7 Prozent höher als noch ein Jahr zuvor.