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Kriege kosten USA bisher bis zu 4.000.000.000.000 Dollar

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Kriege kosten USA bisher bis zu 4.000.000.000.000 Dollar

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Bald zehn Jahre lang führen die USA nun schon Krieg in Afghanistan, samt Einsätzen in Pakistan; dazu kam über lange Zeit der noch heftiger geführte Krieg im Irak.

Mehr als zweihunderttausend Menschen seien alles in allem in diesen Kriegen oder als Folge ums Leben gekommen, sagen amerikanische Forscher rund um ein Team an der Brown University.

Und: Das alles habe 3,2 bis vier Billionen Dollar gekostet. Vier Billionen – das sind vier Millionen Millionen.

Der Haushalt sei dabei nur die Spitze des Eisbergs, sagt Neta Crawford, eine der Leiterinnen der Studie.

Unter dieser Spitze kämen die menschlichen Kosten für amerikanische Soldaten, und dann, fast an der Wasserlinie, die getöteten Söldner.

Darunter – unter Wasser, kaum einmal erwähnt – seien die Kosten für Zivilisten in den betroffenen Ländern, sagt Crawford weiter. Und noch einmal darunter lägen die langfristigen Kosten für die Kriegsveteranen und für die Zivilisten, über die nächsten dreißig Jahre.

Zu diesen Ausgaben kämen auch noch indirekte Kosten, stellt die Studie weiter fest.

Mit jeder Million Dollar schaffe das Pentagon acht Arbeitsplätze, führt Crawford dazu an. In der Bildung ergäbe dieses Geld – direkt und indirekt – fünfzehn Stellen, im Gesundheitswesen dreizehn. Der Krieg koste also auch noch entgangene Arbeitsplätze, und das in einer sehr schwachen Wirtschaft.

Die Forscher weisen darauf hin, dass sie nur begrenzte Möglichkeiten gehabt hätten. Viele Kriegskosten, etwa durch gesundheitliche oder gesellschaftliche Folgen, hätten sie gar nicht erfassen und beziffern können.