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Medizinische US-Experimente in den 40ern

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Medizinische US-Experimente in den 40ern

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Die USA haben in den vierziger Jahren rund 1300 Menschen in Guatemala zu Forschungszwecken mit Geschlechtskrankheiten infiziert – bei mehr als 80 führte dies zum Tod.

Zu diesem Ergebnis kommt eine amerikanische Untersuchungskommission in ihrem Abschlussbericht, der jetzt veröffentlicht wurde.

Der Präsident Guatemalas, Alvaro Colom hatte das medizinische Experiment als Verbrechen gegen die Menschlichkeit und zutiefst unethisch bezeichnet.

Die Menschenversuche waren durch Zufall im vergangenen Jahr bekannt geworden. Der verantwortliche Arzt war auch an einer Syphillis-Studie an Afroamerikanern beteiligt, bei der zwischen 1932 und 1972 an Syphillis erkrankte schwarze US-Bürger nicht medizinisch behandelt wurden.