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Tripolis: Zwei Gründe zum Feiern

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Tripolis: Zwei Gründe zum Feiern

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Zum ersten Mal im freien Tripolis strömen die Menschen auf den größten Platz der Stadt, um das Ende des Ramadan zu feiern.

Unter Gaddafi noch “grüner Platz” genannt, haben die Rebellen ihn nun in “Platz der Märtyrer” umbenannt.

Die Menschen feiern, fallen sich in die Arme, froh das Joch der Gewaltherschaft Gaddafis, wie sie sagen, abgeschüttelt zu haben.

So meinten diese Besucher des Platzes:

Eine Frau:“Das ist ein tolles, nie gekanntes Gefühl! Nie im Leben hätte ich gedacht, diesen Moment zu erleben, ohne Muammar. Für uns wird er jetzt nur noch Muammar bleiben, niemand sonst.”

Eine andere Frau:“Dies ist mein Bruder, ein weiterer Bruder ist als Märtyrer ums Leben gekommen. Da uns Gaddafi den Bruder nahm, begrüßen wir, was ihm nun widerfährt. Diesen Ramadan werden wir nicht mit Tränen beenden, wir freuen uns!”

Ein kleiner Junge: “Ein Feiertag ohne Gaddafi ist der Schönste!”

Und so beten die Menschen für ein baldiges Ende der letzten Kämpfe um Sirte und für eine friedliche Zukunft des geschundenen Landes.

Euronews-Reporter Mustafa Bag vor Ort:

“Die Menschen hier begehen das Ende des Ramadan auf dem Platz der Märtyrer. Die Stimmung ist euphorisch, sie sagen, dass es nun zwei Anlässe zum Feiern gebe: das Ende des Ramadan und den Sturz Gaddafis.”