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Afrikaner leben in Furcht vor libyschen Rebellen

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Afrikaner leben in Furcht vor libyschen Rebellen

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Während die libyschen Rebellen ihre militärischen Erfolge feiern, leben Hunderte von Migranten aus Schwarzafrika weiter in Furcht vor Übergriffen der Aufständischen. Diese werfen den Afrikanern vor, sie seien Söldner im Dienste Oberst Gaddafis.

“Niemand hier mag uns Schwarze”, sagt Kinsley aus Nigeria. “Während der Kämpfe suchten sie überall nach Schwarzen. Sie haben die Türen aufgebrochen, haben sie geschlagen und beraubt. Wir sind um unser Leben gelaufen.”

“Sie haben unser Vertrauen missbraucht”, sagt ein anderer Nigerianer, der unerkannt bleiben möchte. “Ich will Libyen nicht mehr sehen. Ich will hier nicht mehr leben.”

Die Hilfsorganisation Ärzte ohne Grenzen hat behelfsmäßige Lager für die verängstigten Menschen aus Nigeria, Ghana und Senegal errichtet. Aber auch hier sind sie nicht sicher, sagt Simon Burroughs von MSF: “Die größten Probleme dieser Leute sind fehlende Sicherheit und mangelnder Zugang zu medizinischer Betreuung. Sie leben unter menschenunwürdigen Bedingungen.”

Die Rebellen bereiten sich auf ein Leben ohne Gaddafi und seine Anhänger vor, aber für die große Zahl von Gastarbeitern aus Schwarzafrika ist die Zukunft Libyens unerheblich. Sie wollen einfach nur weg.