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Internationale Aufbaukonferenz für Libyen in Paris

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Internationale Aufbaukonferenz für Libyen in Paris

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In Paris kommen heute zahlreiche Staats- und Regierungschef zu einer internationalen Aufbau-Konferenz mit Vertretern des neuen Libyens zusammen.

Bei dem Treffen soll es unter anderem darum gehen, die in mehreren Ländern eingefrorenen Vermögenswerte von Ex-Machthaber Muammar al-Gaddafi für Investitionen in Libyen zur Verfügung zu stellen.

Der französische Außenminister Alain Juppé:“Wir müssen jetzt dem Übergangsrat helfen. Das Land ist verwüstet, die humanitäre Situation schwierig, es mangelt an Wasser, Strom, Benzin.

Libyen ist ein potenziell reiches Land mit vorhandenem Geld, das aber eingefroren wurde. Diese Reserven tauen wir nun wieder auf. Frankreich zum Beispiel wird jetzt 1,5 Milliarden Euro freigeben, die dann dem Übergangsrat zum Wiederaufbau zur Verfügung gestellt werden.”

Auch die britische Notenbank hat bereits eine, noch von Gaddafi georderte und in Großbritannien eingefrorene, größere Summe libyscher Banknoten im Wert von umgerechnet rund 300 Millionen Euro an den Übergangsrat freigegeben.

Zu der Pariser Konferenz, auf der auch über den Zugang zu den umfangreichen Ölreserven des Landes gesprochen werden soll, werden neben der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel Vertreter aus etwa 60 Ländern erwartet.

Auch Russland und China, die sich wie Deutschland bei der Abstimmung über die Libyen-Resolution im UN-Sicherheitsrat enthalten hatten, haben ihre Teilnahme zugesagt, die Chinesen als Beobachter.