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US-Regierung will Fusion von AT&T mit Telekomtochter verhindern


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US-Regierung will Fusion von AT&T mit Telekomtochter verhindern

In den Vereinigten Staaten fällt die Elefantenhochzeit der Mobilfunkanbieter AT&T und T-Mobile USA vorerst aus. Die US-Regierung kündigte an, die Übernahme der amerikanischen Telekom-Tochter durch den größeren Rivalen zu blockieren. Eigentlich sollte das Geschäft mit einem Volumen von umgerechnet 27 Milliarden Euro AT&T zur Nummer eins in den USA machen und die Deutsche Telekom von ihrer vergleichsweise kleinen US-Tochter befreien.

Doch was gut die Mobilfunkanbieter wäre, hätte in den Augen der amerikanischen Wettbewerbshüter Nachteile für den Markt und vor allem die Kunden in den USA gehabt. Wenn es zur Fusion käme, so Vizejustizminister James Cole, dann würden nur drei Anbieter 90 Prozent des Marktes kontrollieren. Und das würde schließlich den Wettbewerb bei den Preisen, der Qualität und den Innovationen verringern.

Die Aktien von Telekom und AT&T rutschten nach dieser Botschaft aus Washington in den Keller. Wie die Kartellbehörde entscheidet, ist noch nicht klar. Die beiden großen Konkurrenten der Fusionswilligen, Marktführer Verizon auf der einen und Sprint auf der anderen Seite, hatten die geplante Übernahme von Anfang an kritisiert. Ihre Aktien profitierten gestern von der Bremsaktion der Regierung.

Einen Plan B zum Verkauf hat die Telekom indes nicht in der Tasche, daher will sie nun auch weiterkämpfen. Man werde vor Gericht für die Transaktion eintreten, so ein Konzernsprecher, und zwar zusammen mit AT&T. Sollte die Fusion scheitern, müssten die Amerikaner den Deutschen eine Ausfallsumme von umgerechnet fast 5 Milliarden Dollar zahlen.

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