Eilmeldung

Eilmeldung

Widersprüchliches von Gaddafi-Söhnen

Sie lesen gerade:

Widersprüchliches von Gaddafi-Söhnen

Schriftgrösse Aa Aa

Muammar Gaddafis Familie ist verstreut und offenbar auch uneins: Ein Sohn, Saif al-Islam, schwört weiterzukämpfen und ruft zum Zermürbungskrieg auf, ein anderer steht dagegen in Verbindung mit den siegreichen Aufständischen.

Diese widersprüchlichen Aussagen seien nach dem Zerfall des Regimes keine Überraschung, sagt der britische Außenminister William Hague. Über die Medien habe man die letzten 24 Stunden von Söhnen Gaddafis Verschiedenes gehört: Von Kapitulation bis zu weiterem Widerstand.

Das mit dem Widerstand sei aber wohl zunehmend eine Wahnvorstellung, meint Hague weiter: Keiner habe dann wirklich gekämpft, immer sei man nur in ein neues Versteck geflüchtet.

Gaddafis Sohn Saadi ist es, der Gespräche mit den siegreichen Aufständischen will. Damit wolle er Blutvergießen vermeiden, sagt er – und dass er dazu das Einverständnis seines Vaters habe.

Inzwischen haben Kämpfer der Aufständischen Gaddafis Außenminister festgenommen. Abdelati Obeidi war auf seinem Landsitz bei Tripolis.

Von Gaddafi selbst fehlt weiter jede Spur. Den Aufständischen zufolge hat er sich drei Tage nach dem Fall von Tripolis nach Bani Walid abgesetzt, wo sie ihn auch weiterhin vermuten.