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Afrikanische Migranten in Libyen weiter in Gefahr

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Afrikanische Migranten in Libyen weiter in Gefahr

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Während Libyens Zukunft bereits mit voller Kraft in Angriff genommen wird, wissen tausende afrikanische Migranten im Land nicht, was der nächste Tag bringt. Vielen wird vorgeworfen, als Söldner für Gaddafi gekämpft zu haben, weshalb sie nun Racheakte befürchten müssen.

Man habe sie hier einquartiert, um sie vor Übergriffen der Bevölkerung zu schützen, erklärte der Leiter eines Sammellagers nahe Tripolis: “Wir haben genau unterschieden. Alle, die für Gaddafis Truppen an der Front gekämpft haben, wurden weggebracht, um vor Gericht gestellt zu werden. Alle anderen wurden großenteils schon frei gelassen.” Doch in der zum Lager umfunktionierten Sportanlage befinden sich weiterhin hunderte Insassen. Eine Frau aus dem Tschad ,die sagte bei einem Besuch: “Die Männer hier sind keine Polizisten oder Soldaten. Es sind arme Kerle, Keine Soldaten oder Spione oder so wetwas. Alles lauter arme Kerle, die hier ihr täglich Brot verdienen. Niemand aus meiner Familie ist bei der Armee.”

Zum Ende des Fastenmontas Ramadan durften die Familien der Internierten die Männer besuchen. Bis in Libyen jedoch Rechtsstaatlichkeit eingekehrt ist, müssen sie alle um ihr Leben fürchten.