Eilmeldung

Eilmeldung

Giftige Bromdämpfe - Tscheljabinsk hustet

Sie lesen gerade:

Giftige Bromdämpfe - Tscheljabinsk hustet

Schriftgrösse Aa Aa

Dicker gelber stinkender Qualm, Atmen eine Tortur: In der russischen Industriestadt Tscheljabinsk sind nach einem Rangierfehler aus einem Güterwaggon bis zu 50 Liter giftiges Brom ausgelaufen. Knapp 250 Menschen mussten behandelt werden, davon 50 im Krankenhaus. Insgesamt zog die Giftwolke über rund 200 000 Menschen hinweg.

Tscheljabinsk liegt rund 2000 Kilometer östlich von Moskau.

Die Dämpfe hatten sich vom Bahnhof in der Stadtmitte in einer riesigen Wolke ausgebreitet.

Dabei hatten die Tscheljabinsker noch Glück im Unglück: Der Zug hatte mehr als 2000 Fünfliter-Gläser Brom geladen. Davon zerbarsten etwa acht bis zehn.

Die beißenden und gesundheitsschädlichen Bromdämpfe entwickeln sich bei der Berührung mit Luft. Es bestehe keine Lebensgefahr, die Lage sei unter Kontrolle, das Brom gestoppt, so die Behörden.