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Suche nach Muammar Gaddafi geht weiter

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Suche nach Muammar Gaddafi geht weiter

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Die Suche nach Libyens gestürztem Machthaber geht

weiter: Muammar Gaddafi bleibt verschwunden, auch

bald zwei Wochen nach dem Fall seiner Hauptstadt.

Nur ab und zu gibt es einen Hinweis: “Wir haben sichere Informationen”, sagt zum Beispiel Abdullah Kentschil, ein Stammesführer aus dem südlich gelegenen Bani Walid, “dass der Diktator und seine Söhne – besonders Seif al-Islam – in Bani Walid sind. Saif hat am Mittwoch von dort aus geredet und behauptet, er sei in Tripolis.”

“Unsere Verwandten in Bani Walid sagen”, meint Kentschil weiter, “Gaddafi selbst sei unterwegs in den Süden, oder er sei vielleicht schon da und wolle

in die Südsahara, in andere Länder. Das steht fest.”

Auch an der algerischen Grenze soll Gaddafi schon gewesen sein, schreibt eine Zeitung dort. Algeriens Präsident habe dann aber seinen Anruf einfach nicht

angenommen. Nach Algerien hatten sich schon Gaddafis Frau und drei seiner Kinder mit ihren Familien gerettet, zum Missvergnügen der libyschen Aufständischen.

Gerade erst hat Gaddafi erneut zum Widerstand aufgerufen, mit einer zweiten Tonmitteilung innerhalb kurzer Zeit – gerade so, als würde er weiter eine Armee befehligen.

Die Aufständischen ihrerseits sind inzwischen auf dem Weg nach Bani Walid. Einen Angriff auf die Stadt schließt ein hoher Vertreter aber aus: Bani Walid liegt im Gebiet der Warfalle, des größten Stammes im Land – dem auch viele Aufständische angehören.