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EU zieht Schlinge um Syriens Regierung enger

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EU zieht Schlinge um Syriens Regierung enger

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Die Europäische Union hat ihre Sanktionen gegen Syrien verschärft. Seit Samstag ist das Öl-Embargo in Kraft. Darauf einigten sich die 27 EU-Außenminister am Freitag im polnischen Sopot. Es gilt aber nur für neue Verträge. Auf den Wunsch Italiens darf Syrien noch bis Mitte November Öl in die EU exportieren. Mit dem Importverbot protestiert die EU gegen die Unterdrückung der Opposition durch den syrischen Präsidenten Baschar al-Assad.

Im polnischen Sopoterklärte die EU-Außenbeauftrage Catherine Ashton: “Wie Sie wissen haben wir gestern neue Sanktionen beschlossen, die dem Regime den Geldhahn zudrehen helfen sollen. Mit dem wirtschaftlichen Druck soll eine politische Lösung erzielt werden, um so das Blutvergießen zu beenden und das syrische Volk darin zu unterstützen seine berechtigten Ziele zu verfolgen.” Russlands Außenminister Sergej Lavrov verurteilte die Sanktionen und erklärte, solche Strafmaßnahmen würden nur selten ein Problem lösen. Russland sperrt sich überdies ebenso wie China gegen eine mögliche Syrien-Resolution der Vereinten Nationen.

Syriens Ölindustrie ist nicht sehr groß, aber sie ist einer der Lieferanten von Deutschland und Italien. mehrere europäische Ölkonzerne sind in Syrien vertreten.