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Libyens Ölministerium dreht die Hähne auf

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Libyens Ölministerium dreht die Hähne auf

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Das zertrümmerte Tripolis ist woanders: Das libysche ölministerium, verantwortlich

für den wichtigsten Wirtschaftsfaktor, arbeitet nach wochenlanger Zwangspause wieder – die Computer scheinen keinen Kratzer abbekommen zu haben. Und das Personal auch nicht.

Ahmed Taghdi, nach wie vor Direktor für Internationale Zusammenarbeit bei der National Oil Corporation NOC:

“Die NOC hat die Arbeit wieder aufgenommen, Gottseidank. Wir haben auch die Produktion wieder angeschoben. Die Ölförderung ist wieder normal, so Gott will.”

Innerhalb der kommenden 15 Monate wolle man das Vorkriegsniveau wieder erreichen.

Vor dem Konflikt produzierte Libyen bis zu 1,6 Millionen Barrel Öl pro Tag, mehr als 80 Prozent für den Export, vorwiegend nach Europa.

Zuletzt waren es nur noch 60.000 Barrel.

Fünf ausländische Ölfirmen hätten sich bereits wieder an die Arbeit gemacht, so der Übergangsrat. Die alten Ölverträge würden eingehalten, so der neu ernannte NOC-Vorstandschef Nouri Berouin.

Bis zum Bürgerkrieg hatte die Bundesrepublik knapp 13 Prozent des libyschen Öls abgenommen, als Importeur Nummer zwei hinter Italien.

Libyen ist reich an Bodenschätzen, vor allem Erdöl und -gas. 46 Milliarden Barrel Öl werden unter dem Sand vermutet – Afrikas größte Ölreserve.

Sigrid Ulrich mit Reuters, wmc actualités