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Stimmungswahl in Mecklenburg-Vorpommern

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Stimmungswahl in Mecklenburg-Vorpommern

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Im nordostdeutschen Bundesland Mecklenburg- Vorpommern hat am Sonntagmorgen die Landtagswahl begonnen. Es ist die sechste von sieben deutschen Landtagswahlen in diesem Jahr. Sie gilt auch als ein Stimmungstest für die Bundesregierung in Berlin.

Nach Meinungsumfragen könnten die Sozialdemokraten ihre Position als stärkste Partei ausbauen. Sie regieren seit 2006 in einer grossen Koalition mit den Christdemokraten von Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Ministerpräsident Erwin Sellering, SPD:

“Das ist natürlich sehr spannend, die Umfragen waren sehr gut. Und jetzt geht es um die Frage, gehen auch alle wählen und wählen sie auch so, wie sie bisher gesagt haben.”

Der Union drohen Stimmenverluste. Weiterer Stressfaktor: Ministerpräsident Sellering hat offengelassen, ob er die Koalition mit der CDU fortführt oder ein rot-rotes Bündnis mit der Linkspartei knüpft.

Innenminister Lorenz Caffier, Spitzenkandidat der CDU:

“Ich habe immer gesagt, jeder Sportler kämpft bis zum letzten auf Sieg und alles andere werden wir heute Abend sehen.”

Nach Umfragen könnten die Liberalen an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern. Die Grünen ziehen möglicherweise zum ersten Mal in den Landtag ein. Offen ist, ob es die rechtsextreme NPD nach 2006 zum zweiten Mal ins Landesparlament schafft.

An der Bundespolitik dürfte die Wahl kaum etwas ändern: Schon seit der CDU/FDP-Niederlage 2010 in Nordrhein-Westfalen muss Schwarz-Gelb ohne Bundesratsmehrheit auskommen. Strittige Projekte landen seitdem häufig im Vermittlungsausschuss von Bundestag und Bundesrat.

Sigrid Ulrich mit dpa