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Angst vor Chaos in Schuldenkrise: Börsen tauchen ab

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Angst vor Chaos in Schuldenkrise: Börsen tauchen ab

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Die europäischen Börsen haben zu Wochenbeginn ihre Talfahrt fortgesetzt. Die verluste betrugen durchweg zwischen drei und vier Prozent. Frankfurt sackte auf den tiefsten Stand seit zwei Jahren.

Grund waren vor allem die Sorgen vor einem politischen Chaos in der Schuldenkrise. Robert Halver von der Baader Bank: “Wir haben nach wie vor eine politische Krise, wohl hüben wie drüben, in USA wie in Europa. In Europa mehren sich auch die Stimmen in der Bundesregierung, die sagen, dass Griechenland nicht weiterhin ein Mitglied des Euroraumes sein kann. Also hier ist nach wie vor eine politische Schlammschlacht angesagt, also von daher sollten wir in dieser Woche nicht sehr viel positives erwarten, vor allen Dingen keine Klarheit.”

Als weiteren Belastungsfaktor sahen Analysten die ungeachtet massiver EZB-Käufe wieder gestiegenen Renditen für italienische Staatsanleihen, nachdem Ministerpräsident Silvio Berlusconi sein Sparpaket verwässert hat. Der Euro geriet daher erneut unter Druck. Auch die Ölpreise gaben nach und notierten um bis zu zwei Prozent niedriger als am Freitag.