Eilmeldung

Eilmeldung

Auch das noch: Neue Zweifel an Griechenlands Sparwillen

Sie lesen gerade:

Auch das noch: Neue Zweifel an Griechenlands Sparwillen

Schriftgrösse Aa Aa

Trotz wachsender Zweifel an dem Sparprogramm Griechenlands rechnet Athen mit einer Auszahlung der nächsten Hilfstranche von acht Milliarden Euro.

Das Geld könnte Mitte September fließen, sagte ein Regierungssprecher.

Dagegen wird auf Seiten der Troika Skepsis geäussert.

Wolf Klinz, Vorsitzender des Sonderausschusses zur Finanzkrise im Europäischen Parlament:

“Griechenland ist nicht im Plan, wie man so schön sagt. Die Griechen müssen jetzt überzeugende Vorschläge auf den Tisch legen, wie sie wieder auf den Pfad des Planes zurückkommen, den sie vorgelegt haben – und der die Basis ist für die zweiten Hilfsmaßnahmen.”

Bereits beschlossene und den Gläubigern fest zugesagte Maßnahmen zur Verschlankung des Staatsapparates, Privatisierungen und die

Bekämpfung der Steuerhinterziehung kommen

nach übereinstimmenden Berichten der griechischen Presse nicht voran.

Isabel Marques da Silva, euronews:

“Noch glaubt die Troika, die Evaluierungsgespräche mit der griechischen Regierung in etwa zehn Tagen wieder aufnehmen zu können. Doch die EU-Kommission macht ebenso klar, dass, wenn die Ziele bei Steuerreform und Haushaltssanierung nicht erreicht werden, die nächste Tranche an Hilfsgeldern für Athen gestrichen wird. Nach Meinung Brüssels geht es um nichts Geringeres als die Glaubwürdigkeit Europas.”