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Viele Ausländer wegen Söldnerverdachts in Libyen festgehalten

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Viele Ausländer wegen Söldnerverdachts in Libyen festgehalten

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Viele Menschen werden in Libyen zur Zeit festgehalten, weil die Aufständischen sie verdächtigen, sie seien Söldner von Muammar Gaddafi gewesen. Dazu reicht meist schon die Hautfarbe.

Etliche Somalier wurden jetzt aber in Tripolis in die Obhut des UNO-Flüchtlingshilfswerks übergeben. Sam Cheung, der Vertreter des Hilfswerks sagt, es gebe Sorgen um die Sicherheit vieler Ausländer, vor allem aus Schwarzafrika. Diese Übergabe sei ein erster kleiner Schritt: Man hoffe, dass andere Gruppierungen des Übergangsrats es nun ebenso machten.

Aber auch aus vielen anderen Ländern kommen die Verdächtigten: Knapp zwanzig Ukrainer werden hier festgehalten, nach eigenen Angaben Erdölarbeiter, die im Juli nach Libyen gekommen sind. Den Vorwurf, Scharfschützen zu sein, verstehen sie nicht: Alte Männer seien dabei, dazu eine Frau, sagt Maxim Schadrow, einer von ihnen – wie sollten das denn Heckenschützen sein?

Die Aufständischen selbst geben an, wegen solcher Vorwürfe würden rund fünftausend Ausländer festgehalten.