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Gas in der Ostseepipeline

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Gas in der Ostseepipeline

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Nach rund anderthalb Jahren Bauzeit wird die Ostseepipeline Nord Stream eingeweiht. Die mehr als 1.200 Kilometer lange Leitung wird als erstes im russischen Wyborg mit sogenanntem “technischen” Gas vollgepumpt, um Druck aufzubauen. Das kündigte Ministerpräsident Wladimir Putin auf einer Konferenz seiner Partei “Geeintes Russland” an.

Putin will mit der Ostseepipeline Nord Stream eine Gas-Transit Unabhängigkeit für Russland erreichen: “Wir entkommen allmählich, ruhig und ohne jegliche Kraftakte dem Diktat der Transitländer.”

Die Pipeline ist nach Ansicht Putins das “Fenster nach Europa” in der Energiewirtschaft. Altbundeskanzler Gerhard Schröder hat an dem Projekt mitgewirkt. Er ist Chef des Aktionsärsausschusses bei der Nord Stream AG.

Läuft alles nach Plan werden die europäischen Verbraucher Ende Oktober, Anfang November erstmals Gas durch die Ostseepipeline Nord Stream erhalten.

Mehr als 55 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr sollen künftig vom russichen Wyborg über die Gewässer von Russland, Finnland, Schweden und Dänemark ins deutsche Greifswald gelangen.

Die Energieversorgung Europas wird so verstärkt und Russland kann die Ukraine als Transitland für Gaslieferungen in die EU, falls Probleme auftauchen, umgehen.