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Paris will Gürtel enger schnallen

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Paris will Gürtel enger schnallen

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Auch in der französischen Nationalversammlung standen Haushaltsberatungen auf der Tagesordnung. Dabei ging es um das neue Hilfspaket für Griechenland und die Erweiterung des Euro-Rettungsschirms.

Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in Frankreich keinen größeren Widerstand gegen die Pläne der europäischen Staats- und Regierungschefs.

Finanzminister François Baroin konnte daher mit einem klaren Votum für die notwendigen Änderungen am Haushaltsgesetz rechnen.

Zugleich verteidigte er das neue milliardenschwere Sparpaket der Regierung, das ebenfalls zur Debatte stand. Es sieht höhere Steuern auf hochprozentige

Alkoholika und Tabak, eine neue Steuer auf zuckerhaltige Sprudelgetränke sowie Sonderabgaben für Superreiche vor.

Frankreich versucht mit diesen Maßnahmen wieder Anschluß an das wirtschaftlich stärkere Deutschland zu finden. Mit nur 1,75 Prozent Wachstum, 9,6 Prozent Arbeitslosigkeit und einem Defizit von 5,7 Prozent steht die zweitgrößte Volkswirtschaft der Eurozone wesentlich schlechter dar als ihr Nachbar jenseits des Rheins.

Vor allem die hohe Jugendarbeitslosigkeit macht Paris Sorgen, mit fast 25 Prozent eine der höchsten in Europa. Auch aus der Industrie kommen keine guten Nachrichten. Anders als in Deutschland ging die Produktion in Frankreich zuletzt zurück.