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Eurorettung nimmt ihren Lauf

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Eurorettung nimmt ihren Lauf

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Die französische Nationalversammlung hat am Mittwoch das neue Hilfspaket für Griechenland und die Erweiterung des Euro-Rettungsschirms (EFSF) gebilligt. Im Gegensatz zu Deutschland gibt es in Frankreich keinen größeren Widerstand gegen die Pläne. Frankreichs Banken sind weitaus stärker in Greichenland engagiert als deutsche Institute, gleichzeitig liegt der Anteil Frankreich an den Hilfszusagen deutlich unter denen Deutschlands.

Für den griechischen Vizepräsidenten der Europäischen Investitionsbank, ist der Rettungsschirm ein Hoffnungsschimmer: “Griechenland hat eine Reihe von Fähigkeiten und Aktiva. Wenn wir etwas Risiko von den Schultern der Investoren nehmen, dann bin ich sicher, wird eine Menge Kapital in gute Investitionen fließen”, meint Plutarchos Sakellaris.SOT|00:00:02:01

Europaparlamentarier wie Klaus-Heiner Lehne betonen die Notwendigkeit, nicht nur den Euro zu stützen, sondern vor allem die Staatsverschuldung anzugehen: “Nicht der Euro ist das Problem. Das Problem ist, dass die Debatte über den Euro mit dem Problem nur sehr begrenzt etwas zu tuen hat. Der Euro ist in keiner Weise in seinem Wert bedroht. Wir reden hier über Staatsverschuldung. Und wir reden über Staatsverschuldung von einer Reihe von Mitgliedsstaaten, die es übertrieben haben, und wo eben jetzt geholfen werden muss, aber meines Erachtens hat das mit der Währung unmittelbar nichts zu tuen”, meinte Lehne.

Bundeskanzlerin Angela Merkel sieht sich in ihrem Euro-Kurs durch das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu den Euro-Hilfen gestärkt. Der Euro sei mehr als eine gemeinsame Währung. “Scheitert der Euro, scheitert Europa”, betonte Merkel in der Generaldebatte über den Bundeshaushalt.“Er darf nicht scheitern, und er wird nicht scheitern.”