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Britische Streitkräfte für Foltermethoden gerügt

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Britische Streitkräfte für Foltermethoden gerügt

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Acht Jahre nach dem Tod eines irakischen Zivilisten in britischer Gefangenschaft hat ein unabhängiger Ermittler schwere Vorwürfe gegen die britischen Streitkräfte und das Verteidigungsministerium erhoben. Der pensionierte Richter Sir William Gage befand, dass die eingesetzten Verhörtechniken seit 1972 verboten seien und dass Vorgesetzte von deren Anwendung gewusst haben mussten.

“Nach meiner Schlußfolgerung stellt dies eine widerliche Episode schwerwiegender, grundloser Gewalt gegen Zivilisten dar, die zum Tod eines Mannes und der Verletzung mehrerer anderer geführt hat”, sagte Sir William.

Dem Verteidigungsministerium warf Sir William vor, dass durch fehlerhafte Ausbildung und Dienstanweisungen möglicherweise das Verbot der Verhörtechniken nicht bekannt gewesen sei.

Der Hotelangestellte Baha Mousa war 2003 im südirakischen Basra in britischer Gefangenschaft zu Tode geprügelt worden. Nach den Ermittlungen von Sir William erlitt Mousa in 36 Stunden 93 Verletzungen, darunter Rippenbrüche und eine gebrochene Nase.