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Libyens Wirtschaft: Öl und Gold

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Libyens Wirtschaft: Öl und Gold

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Für die meiste Zeit der Herrschaft Gaddafis wurde Libyen eher als ein Familienunternehmen verwaltet und weniger als ein Staat. Klanmitglieder oder dem Machthaber besonders nahestehende Günstlinge kontrollierten ein enges Netz von Firmen und Investitionen.

Viele dieser Geschäftsaktivitäten wurden von westlichen Regierungen als Sanktion eingefroren.

Dieselben westlichen Länder dürften nun wirtschaftlich vom Ende der Ära Gaddafi profitieren.

Dabei geht es um Ölreserven von mehr als 40 Milliarden Barrel und Goldreserven von fast 150 Tonnen. Bei alldem kam das Land gerade einmal auf eine Bruttoinlandsprodukt von 60 Milliarden Euro.

Einen großen Teil davon steuerte das Ölgeschäft bei. Libyen war vor dem Bürgerkrieg eines der stabilsten Förderländer der Welt. Vor allem italienische und französische Konzerne waren in Libyen präsent – und werden dies wohl auch in Zukunft sein.

Wie viele Autokraten der Welt mißtraute Gaddafi komplizierten Finanzanlagen und setzte lieber auf Gold. Nach dem heutigen Preis beläuft sich der Marktwert der libyschen Reserven auf mehr als 260 Milliarden Euro.