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Noda besucht erstmals Katastrophen-AKW in Fukushima

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Noda besucht erstmals Katastrophen-AKW in Fukushima

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Japans neuer Regierungschef Yoshihiko Noda hat eine Woche nach seinem Amtsantritt die Reaktorruine von Fukushima besucht. Er dankte den Arbeitern und Soldaten, die bei der Bewältigung der Katastrophe mitgeholfen hatten, für ihren Einsatz. Noda hatte erst in der vergangenen Woche das Amt von Naoto Kan übernommen, der zuletzt wegen seines Krisenmanagements heftig kritisiert worden war. Nado hat neben den Folgen der Katastrophe auch einen Kurswechsel in der Energiepolitik zu bewältigen.

Sechs Monate nach Erdbeben, Tsunami und Atomkatastrophe tritt weiterhin Radioaktivität aus den Reaktoren in Fukushima aus, auch wenn die Strahlenwerte gesunken sind. Der Umkreis von 20 Kilometern ist Sperrzone und wird es über Jahre bleiben, manche Orte am Rande sind zu Geisterdörfern geworden.

Der Betreiber Tepco will bis Januar die Temperatur in den drei am stärksten betroffenen Reaktoren unter hundert Grad Celsius bringen.

Laut einer kürzlich veröffentlichten Untersuchung der Regierung unter 1.000 Kindern im März wurden bei fast der Hälfte Anzeichen von Strahlenbelastungen an den Schilddrüsen entdeckt.