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Schwere Vorwürfe gegen britische Streitkräfte

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Schwere Vorwürfe gegen britische Streitkräfte

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Acht Jahre nach dem Tod eines irakischen Zivilisten in britischer Gefangenschaft hat am Donnerstag ein unabhängiger Ermittler schwere Vorwürfe gegen die britischen Streitkräfte und das Verteidigungsministerium erhoben. Der pensionierte Richter Sir William Gage stellte fest, dass die eingesetzten Verhörtechniken seit 1972 verboten seien und dass Vorgesetzte von deren Anwendung gewusst haben mussten. Dem Verteidigungsministerium warf Sir William vor, dass durch fehlerhafte Dienstanweisungen und Mangel an Dienstanweisungen möglicherweise den Soldaten das Verbot der Verhörtechniken nicht bekannt gewesen sei.

“Ein Soldat wurde verurteilt. Wenn aufgrund der Untersuchungsergebnisse weitere Schritte erforderlich sein sollten, dann sollten sie ergriffen werden. Großbritannien duldet diese Dinge nicht, kehrt sie nicht unter den Teppich”, kommentierte Premierminister David Cameron das Untersuchungsergebnis.

Der Hotelangestellte Baha Mousa war 2003 im südirakischen Basra in britischer Gefangenschaft zu Tode geprügelt worden. Nach den Ermittlungen von Sir William erlitt Mousa in 36 Stunden 93 Verletzungen, darunter Rippenbrüche und eine gebrochene Nase.