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TV-Debatte: Republikaner laufen sich für Präsidentenwahl in den USA warm

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TV-Debatte: Republikaner laufen sich für Präsidentenwahl in den USA warm

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Die republikanischen Präsidentschaftsbewerber haben sich in der Ronald-Reagan-Bücherei in Kalifornien die erste direkte Fernsehdebatte geliefert – oder besser ein Fernsehduell, denn letztlich lief es auf einen Zweikampf der beiden Favoriten hinaus. Der texanische Gouverneur Rick Perry, der erst vor gut einem Monat ins Rennen eingestiegen war, schoss sich gleich auf den gefährlichsten Gegner ein, Mitt Romney: Dieser habe zwar im privaten Sektor eine gute Bilanz, nicht aber im öffentlichen. Er in Texas habe in den vergangenen drei Monaten mehr Jobs geschaffen als Romney in vier Jahren in Massachusetts.

Romney, Ex-Gouverneur von Massachusetts, ließ sich das nicht auf sich sitzen: Die Staaten seien unterschiedlich, Texas sei ein großer Staat, mit republikanischer Gesetzgebung, mit einer Menge Öl und Gas im Boden. Wunderbare Dinge, doch Perry glaube doch wohl nicht, dass er das selbst geschaffen habe. Dies wäre, als wenn Al Gore behauptete, das Internet erfunden zu haben.

Bei dieser Zwei-Mann-Show bleiben die übrigen sechs Mitbewerber eher im Hintergrund, auch die als drittstärkste Kandidatin gehandelte Michele Bachmann blieb stellenweise eher Zuschauerin.

Beherrschende Themen waren Wirtschaft und Arbeitsplätze, da waren sich alle einig, auch wenn es daneben um Gesundheitspolitik und Renten sowie die Todesstrafe ging. Die Arbeitslosigkeit in den USA liegt derzeit bei neun Prozent. Es wird erwartet, dass Präsident Obama an diesem Donnerstag ein milliardenschweres Job-Programm ankündigt.