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Wieder Streiks in Griechenland - Regierung in der Zwickmühle

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Wieder Streiks in Griechenland - Regierung in der Zwickmühle

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Die Griechen streiken weiter: Diesmal waren Krankenhausärzte und Taxifahrer dran – begleitet von Studentenprotesten. Alle gehen gegen die Reform- und Sparbemühungen der Regierung in ihrem jeweiligen Sektor auf die Straße. Die Ärzte, deren Branche jüngst aber selbst wegen Steuerhinterziehung am Pranger stand, wehren sich gegen geplante Krankenhausschließungen und Gehaltskürzungen.

“Der Gesundheitsminister ist ein höriger Diener der Troika und des Sparpakets”, schimpft einer der streikenden Mediziner. “Wenn diese Maßnahmen umgesetzt werden, werden die Leute leiden – nicht nur wir Ärzte.”

Die Regierung Papandreou bleibt in der Zwickmühle zwischen der EU-und IWF-Troika, die gerade zur Kontrolle zu Besuche war, und den Bürgern. Vergangene Woche hatte die Troika ihr Verzögerungen bei der Umsetzung der Reformen angelastet.

Michalis Chrisochoidis, Minister für regionale Entwicklung, räumt ein, man sehe jeden Tag gesunde Firmen sterben. Als Politiker fühle er sich geschlagen, denn Liquidität sei das größte Problem in der griechischen Wirtschaft. Die Banken stünden vor großen Schwierigkeiten. Das sei das Problem Nummer eins für die griechische Wirtschaft.

Die Taxifahrer streiken – einmal wieder – gegen die geplante Öffnung ihrer Branche und Änderungen bei der Vergabe der lukrativen Lizenzen. Auch dies eine Bedingung für die Freigabe von Hilfsgeldern für Griechenland. Für nächste Woche haben Zöllner, Finanzbeamte und Müllmänner Streiks angekündigt – und die Troika-Budget-Kontrolleure ihren nächsten Besuch.