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Syriens Opposition vermisst "positive Einstellung" Russlands

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Syriens Opposition vermisst "positive Einstellung" Russlands

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Russland solle bitte doch im Syrien-Konflikt eine positivere Rolle spielen – baten Vertreter der syrischen Opposition in Moskau, nachdem der russische Präsident Dmitri Medwedew “Terroristen” und “Extremisten” in der Opposition ausgemacht hatte.

“Russland muss eine positive Einstellung zur innenpolitischen Situation in Syrien finden”, sagte Ammar Qurabi, Leiter der syrischen National Organization for Human Rights.

Ein Gegenbesuch von Delegierten der russischen Föderation ist vorgesehen.

Man werde mit beiden Parteien diskutieren, sagte Michail Margelow, außenpolitischer Sprecher des Föderationsrates, der Länderkammer in Russland, um “zu verstehen, was wirklich los ist in Syrien.”

“Die, die da Slogans gegen die Regierung Assad rufen, sind ja nicht einfach Anhänger der hochentwickelten europäischen Demokratien, sondern das sind ganz unterschiedliche Leute,”

hatte Russlands Präsident im Interview mit euronews gesagt,

“manche schlicht Extremisten. Andere könnte man sogar als Terroristen bezeichnen. Wir werden verschiedene Lösungsansätze unterstützen, aber die sollten nicht darin bestehen, einseitig nur die Regierung von Baschar al-Assad zu verurteilen.”

Russland verhindert als Vetomacht im Weltsicherheitsrat bisher ein schärferes internationales Vorgehen gegen Syrien. Moskau ist seit Sowjetzeiten enger Verbündeter des Landes. Es hat Assad zur Demokratisierung aufgefordert.