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9/11: "Es war wie eine Art Liebeskummer"

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9/11: "Es war wie eine Art Liebeskummer"

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2,753 Stühle, leer – so verdeutlichen Künstler das Unfassbare, den Verlust von tausenden Menschenleben an einem einzigen Tag – dem 11. September.
 
“Woran soll sich die Welt erinnern?” So das Thema der Performance-Künstlerin Sheryl Oring im Bryant Park in Manhattan.
 
Darnell Thornton (32) aus Brooklyn:
“Ich war in New York zu dieser Zeit, ich ging in den Irak zum Kämpfen. Ich erinnere mich nur, es war wie eine Art Liebeskummer, den ich empfand. Für die Menschen, für die Stadt, für das Land.”
 
“Wir rechneten mit dem Schlimmsten, ohne zu wissen, was das sein würde”, hat Sheyna aufgeschrieben. Sie war vor neun Jahre alt, als es passierte.
 
Ellen: “Ich war Krankenschwester und ich machte freiwillig mit bei der Suche eines Rettungsteams aus Kalifornien. Da war nur eine enorme Traurigkeit, begleitet von enormem Mitgefühl.”
 
Ein paar denken bei der Gelegenheit auch nach vorne. Eine Frau hätte sich gewünscht, dass Amerika den Anlass nutzt, Friedensstifter zu werden. Nicht Kriegstreiber.
 
Sheryl Oring will kollektives Geschichtsbewußtsein schaffen in einem Land, das in gut 300 Jahren von einer Ansammlung von Kolonien zur Weltmacht durchstartete. Eine Wanderausstellung der Zeitzeugnisse ist geplant.
 
 
Anna Bressanin, Sigrid Ulrich mit nyt-arts, New Yorker, soapboxinc