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Fährunglück: Sansibar sucht den letzten Grund

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Fährunglück: Sansibar sucht den letzten Grund

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Mit mehr als 200 Toten, meist Frauen und Kindern, endete der Untergang einer Fähre vor der Ferieninsel Sansibar – die Zahl stammt vom Roten Kreuz. 325 Menschen seien bisher gerettet worden, nach Regierungsangaben 40 in kritischem Zustand.

Die 60 Meter lange Fähre hatte eine Kapazität von 690 Passagieren und Besatzungsmitgliedern.

Sie war von Sansibars Hauptinsel Unguja zur Nachbarinsel Pemba unterwegs. Sansibar gehört zu Tansania.

Die Fähre “MV Spice Islander” war in der Nacht zum Samstag aus zunächst unbekannten Gründen vor der Küste untergegangen, die meisten Leichen wurden im Lauf des Tages an den Strand geschwemmt. “Eine nationale Tragödie”, so Sansibars Präsident Ali Mohammed Shin.

Gerettete berichteten, das Schiff sei völlig überfüllt gewesen und in einem Gebiet mit starken Strömungen gesunken.

“Das war kein Unfall,” so der Überlebende Zaid Amour, “wir haben schon vor dem Ablegen protestiert – das Schiff war zu voll.”

Sigrid Ulrich mit dpa, afp, Reuters