Eilmeldung

Eilmeldung

Rebellen greifen Gaddafi-Hochburgen an

Sie lesen gerade:

Rebellen greifen Gaddafi-Hochburgen an

Schriftgrösse Aa Aa

In Libyen ist in der Nacht ein Ultimatum zur friedlichen Übergabe der letzten Hochburgen des gestürzten Machthabers Muammar al-Gaddafi verstrichen.

Bis zum Morgen gab es aber keine Anzeichen, dass die Anhänger des Untergetauchten ihre Waffen niederlegen wollen. Bereits Stunden vor Ablauf der Frist lieferten sich Gaddafi-Kämpfer und Aufständische in der Stadt Bani Walid heftige Gefechte. Neben der Wüstenstadt galt das Ultimatum des Übergangsrats auch für Sirte, die Geburtsstadt Gaddafis, sowie die Oase Dschufra und die Garnisonsstadt Sebha im Süden des Landes.

Rebelleneinheiten seien bei ihrem Vormarsch teils auf heftige Gegenwehr der Gaddafi-Anhänger gestoßen, hieß es. Zahlreiche Kämpfer wurden verletzt, 29 bewaffnete Gaddafi-Anhänger seien getötet worden.

Bei den Gesprächen um eine UN-Mission in Libyen will der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen zu einer schnellen Lösung kommen. Schon in der nächsten Woche solle ein Resolutionsentwurf vorgelegt werden, hieß es aus UN-Kreisen.

Die “United Nations Support Mission in Libya (UNSMIL)” soll zunächst für drei Monate ein Mandat erhalten. Während dieser Zeit soll der Bedarf an Unterstützung der Vereinten Nationen in Absprache mit dem Übergangsrat bestimmt werden. Danach wird der Sicherheitsrat eine umfassendere Mission beschließen. Laut Martin könnte die UN-Mission in den ersten Monaten eine Stärke von etwa 200 zivilen Mitarbeitern haben.