Eilmeldung

Eilmeldung

Lichter für die Toten in Japan

Sie lesen gerade:

Lichter für die Toten in Japan

Schriftgrösse Aa Aa

In Japan gedenken die Menschen der Atomkatastrophe. Sie liegt sechs Monate zurück.

In der Nähe des havarierten Kraftwerks haben sie einen Regenbogen aus Papier gemacht. Auf die Blätter schrieben Kinder ihre Träume, ihre Hoffnungen für eine bessere Zukunft.

Organisator Taishi Uchiyama (36) sagt: “So viele Menschen mussten unter dieser Katastrophe leiden. Mit dieser Regenbogenaktion wollen wir ihnen zeigen, dass sie ihre Hoffnung nie aufgeben dürfen, auch ihre Träume nicht. Und wenn alle gemeinsam träumen, dann kann daraus etwas Schönes entstehen, so wie unser Regenbogen.”

Ein schweres Erdbeben mit Tsunami hatte vor sechs Monaten große Schäden angerichtet, das Atomkraftwerk Fukushima wurde schwer beschädigt, Radioaktivität trat aus. 20.000 Menschen starben, fünf Millionen verloren ihr Haus.

In der Hauptstadt Tokio nutzten etwa 2500 Menschen den Tag, um gegen Atomenergie zu demonstrieren. Auch in anderen japanischen Städten kam es zu Kundgebungen gegen die Nuklearpolitik der Regierung.

In der Präfektur Fukushima wurde mit Lichtern der Toten gedacht. Hunderte Laternen schwebten im dunklen Himmel.