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Flammeninferno in Elendsviertel in Nairobi

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Flammeninferno in Elendsviertel in Nairobi

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In der kenianischen Hauptstadt Nairobi sind bei einem Brand mindestens 120 Menschen ums Leben gekommen. Eine Pipeline, die durch das Elendsviertel Lunga Lunga führt, war explodiert. Sie gehört der staatlichen Kenya Pipeline Company. Unbestätigten Meldungen zufolge hatten Anwohner versucht, Benzin aus der Pipeline zu stehlen. Möglicherweise zündete sich jemand eine Zigarette an.

Mehr als hundert Menschen erlitten schwere Brandverletzungen. Die Krankenhäuser riefen dringend zu Blutspenden auf.

Der neunjährige Bernard Musyoka ist vor den Flammen davongelaufen. Er hat schwere Verbrennungen am Kopf und an der Leiste. Bernard sitzt auf dem Bett. Er ist tapfer. Er weint nicht. Bernard sagt: “Die Flammen kamen ganz plötzlich. Ich war im Haus und plötzlich brannte es um mich herum. Ich rannte und rannte. Jemand hat mich gepackt und hierher gebracht.”

Die Kenya Pipeline Company hatte in der Vergangenheit mehrfach versucht, das Armenviertel räumen zu lassen. Die Menschen waren aber immer wieder zurückgekehrt, neue waren dazu gekommen. Links und rechts der Pipeline leben Hunderttausende.