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Noch ein Gaddafi-Sohn setzt sich ins Ausland ab

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Noch ein Gaddafi-Sohn setzt sich ins Ausland ab

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Das vierte von Muammar al-Gaddafis acht Kindern hat sich ins Ausland abgesetzt: Sein Sohn Saadi al Gaddafi wurde hinter der Grenze im Nachbarland Niger in einem Konvoi aufgegriffen. Er soll in Kürze in die Haupstadt Niamey transferiert werden. Zum Status des Ex-Fußballprofis erklärte der Justizminister von Niger, sein Land werde seine humanitären Verpflichtungen gegenüber Flüchtlingen erfüllen. Anders sei die Lage, falls es einen internationalen Haftbefehl gegen den Gaddafi-Sohn gebe.

In Tripolis nahmen die libyschen Rebellen derweil Gaddafis Spionagechef, Bousaid Dorda, gefangen und hielten ihn in einem Haus in Gewahrsam. Dorda sagte, er habe niemanden umgebracht und sei wenigstens kein Wendehals. Auf beiden Seiten habe es Opfer gegeben.

Um die letzten Bastionen der Gaddafi-Getreuen wird weiter gekämpft. Auf eine Großoffensive gegen Bani Walid verzichteten die Rebellen nach Ablauf des Ultimatums, das sie ihren Widersachern gestellt hatten. Diese würden die Zivilbevölkerung als menschliche Schutzschilde missbrauchen, erklärten sie. Der Widerstand sei stärker als erwartet. Nach Ablauf des Ultimatums hatte es zuerst heftige Gefechte gegeben. Der Übergangsrat kündigte an, in gut zehn Tagen eine neue Regierung zu präsentieren, und erklärte zudem, mit der Ölproduktion begonnen zu haben.