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Präsidentenwahl in Guatemala: Scheidung ganz umsonst

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Präsidentenwahl in Guatemala: Scheidung ganz umsonst

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Ex-General oder Geschäftsmann: Die Guatemalteken hatten am Sonntag die Wahl, sie haben einen neuen Präsidenten und ein neues Parlament gewählt. Der konservative Ex-General Otto Perez Molina galt den Umfragen zufolge als Favorit, an zweiter Stelle lag der Jungunternehmer Manuel Baldizón.

Amtsinhaber Colom durfte nicht mehr antreten. Er ließ sich eigens von seiner Frau scheiden, um diese ins Rennen zu schicken, denn als Familienmitglied wäre ihr das untersagt gewesen. Die Justiz lehnte ihre Kandidatur dennoch ab – so stand erstmals die Regierungspartei kandidatenlos da. Und er ohne Ehefrau.

Der Friedensnobelpreisträgerin Rigoberta Manchu, die für ihren Kampf um mehr Rechte der Indios bekannt geworden war, wurden nur wenige Chancen eingeräumt.

Erste Ergebnisse sollten im Lauf dieses Montags bekannt werden. Da für keinen Bewerber die absolute Mehrheit erwartet wurde, dürfte im November eine Stichwahl fällig werden. Guatemalas neuer Präsident wird gegen Armut und Kriminalität, vor allem gegen die Jugendbanden zu kämpfen haben.