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Stillstand vor Gaddafi-Hochburg Bani Walid

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Stillstand vor Gaddafi-Hochburg Bani Walid

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Wer kann, verlässt Bani Walid - eine der letzten Hochburgen des gestürzten libyschen Machthabers Muammar Gaddafi. MIt der geplanten Eroberung kommen die Aufständischen allerdings nicht voran: Man treffe auf erbitterten Widerstand und wolle nun erst einmal abwarten, teilt der Übergangsrat mit.
 
Dagegen kämpfen die Aufständischen weiter um Sirte, Gaddafis Heimatstadt und ebenfalls noch in der Hand seiner Truppen.
 
Durch die Wüste in das benachbarte Niger ist jetzt auch Gaddafis Sohn Saadi gelangt. Im Gegensatz zu seinem Vater und zu seinem Bruder Seif al-Islam wird Saadi Gaddafi aber nicht gesucht; seine Flucht über die Grenze ist daher unproblematisch.
 
Westliche Länder haben Niger und weitere Länder in der Region aber schon davor gewarnt, womöglich Gaddafi selbst aufzunehmen. Nach Niger hatten sich auch schon hohe Generäle Gaddafis geflüchtet. Die nigrische Regierung gibt an, sie könne die Wüstengrenze zu Libyen nicht überwachen.
 
Saadi ist das vierte von acht Kindern Gaddafis, das sich abgesetzt hat. Zuvor war seine Ehefrau Safija nach Algerien geflüchtet, zusammen mit Tochter Aischa und Sohn Hannibal sowie deren Familien.

Dabei war auch Gaddafis ältester Sohn Mohammed aus erster Ehe.