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"The Sound of Silence": Amerika schweigt für seine Toten

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"The Sound of Silence": Amerika schweigt für seine Toten

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In seltener Einigkeit haben Präsident Barack Obama und sein Vorgänger George W. Bush mit ihren Ehefrauen an der zentralen Gedenkfeier zum 11. September in New York teilgenommen.

An der Stelle der Zwillingstürme erinnert nun das neue Mahnmal, zwei riesige Wasserbecken, an die Opfer der Anschläge.

Glockenschläge und insgesamt sechs Schweigeminuten markierten die Zeitpunkte, an denen die vier Flugzeuge abstürzten und die zwei Türme des World Trade Centers in sich zusammenfielen.

Die Namen der Opfer wurden verlesen, und Hinterbliebene konnten ihrer Trauer Ausdruck geben. Paul Simon sang seinen Welthit “The Sound of Silence”.

Präsident Obama verlas lediglich einen Psalm über Gottvertrauen. Sein Vorgänger Bush, der damals das Land regierte, las einen Brief Abraham Lincolns an eine Mutter vor, die im Bürgerkrieg fünf Söhne verlor.

In Zentrum standen die Hinterbliebenen. Sie konnten auch erstmals den Gedenkpark in USA besichtigen. Für etliche ist es der einzige “greifbare” Ort der Trauer: Sie konnten ihre Lieben nicht beerdigen, da von diesen wegen der Wucht der Zerstörung nicht einmal DNA-Spuren gefunden wurden.

Präsident und First Lady nahmen danach in Shanksville in Pennsylvania an der Trauerfeier für die 40 Opfer teil, die dort auf dem entführten “Flug Nummer 93” den Terroristen Widerstand geleistet hatten. Die Passagiere verteitelten damals einen Absturz des Flugzeuges über dem Weißen Haus oder dem Kongress, den die Entführer geplant hatten.

Danach reiste Obama weiter zur Trauerfeier im US-Verteidigungsministerium. Im Pentagon waren beim Absturz des vierten gekidnappten Flugzeugs vor zehn Jahren 184 Menschen ums Leben gekommen.

Vize-Präsident Joe Biden schwor hier vor Militär-Angehörigen, die USA würden nicht aufhören, bis Al-Kaida völlig zerstört sei.