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Besänftigt Griechenlands neue Immobiliensteuer die Troika?

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Besänftigt Griechenlands neue Immobiliensteuer die Troika?

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Griechenlands jüngste Steuermaßnahme ist in der EU auf positives Echo gestoßen – während im Land selbst neuer Protest schwelt. EU-Ratspräsident Herman Van Rompoy erklärte, die am Wochenende von der griechischen Regierung angekündigte Immobiliensteuer sei ein positiver Schritt. Ähnlich äußerte sich Währungskommissar Olli Rehn.

Die Troika von EU-, EZB- und IWF-Vertretern stattet in dieser Woche Athen einen weiteren Besuch ab.

Er warte auf die Ergebnisse der Beratungen mit der Troika, die heute wieder aufgenommen worden seien, erklärte Van Rompoy. Man müsse die endgültigen Empfehlungen der EU-Kommission, der EZB und des IWF abwarten, bevor über das weitere Finanzierungsprogramm entschieden werden könne.

Am Freitag wollen die EU-Finanzminister bei ihrem Treffen in Polen darüber beraten.

Die Griechen gehen gegen die angekündigte neue Grundbesitzsteuer bereits auf die Barrikaden. Sie soll über Stromrechnungen eingezogen werden, doch hat die schlagkräftige Gewerkschaft des wichtigsten Stromversorgers schon mit Boykott gedroht.

Die neue Steuer ist der verzweifelte Versuch der Regierung, die Spar- und Reformverpflichtungen einzuhalten, um die nächste Milliarden-Tranche aus dem ersten Hilfspaket zu bekommen. Bis Oktober hat sie noch Bares.

An den Finanzmärkten brachte ihre drohende Pleite an diesem Montag den nächsten Absturz. Insbesondere französische Banken, die viel Geld in Griechenland investiert haben, waren betroffen.