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Besuch im Land des Frühlings: Erdogan will türkischen Einflussbereich ausweiten

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Besuch im Land des Frühlings: Erdogan will türkischen Einflussbereich ausweiten

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Während das Verhältnis zu Israel auf einem Tiefpunkt ist, zeigt der türkische Ministerpräsident Flagge in den Ländern des arabischen Frühlings: Um den Einfluss der Türkei in der Region zu stärken, besucht Recep Tayyip Erdogan zunächst Ägypten und danach Tunesien und Libyen.

Ein Besuch im Gazastreifen sei nicht geplant, auch wenn er diesen herbeisehne und so bald wie möglich dorthin reisen wolle, widersprach Erdogan eigenen früheren Absichtsbekundungen. Für Israel wäre dies ein weiterer Affront gewesen.

In seiner Kritik lässt der Türke aber nicht nach: Israel sei ein verwöhntes Kind geworden, brandmarkte er in einer ägyptischen Zeitung und sprach von Staatsterrorismus gegen die Palästinenser.

Er will heute in Kairo eine Grundsatzrede halten. Derweil wirbt Palästinenserpräsident Abbas in der ägyptischen Hauptstadt gegenüber der EU-Außenbeauftragten Ashton und den Außenministern der Arabischen Liga für einen eigenen Staat, bevor er weiter in die USA reist, um das Anliegen dort vor den Vereinten Nationen zu verfechten. Am Treffen der Arabischen Liga in Kairo nimmt auch Erdogan teil.