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Gaddafi bekräftigt, weiter in Libyen zu sein. Aber wo?

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Gaddafi bekräftigt, weiter in Libyen zu sein. Aber wo?

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Muammar al-Gaddafi hat in einer weiteren Botschaft an den syrischen Fernsehsender Arrai versichert, dass er immer noch in Libyen sei. Anders als die Male zuvor strahlte der Sender die Botschaft aber nicht aus, aus Sicherheitsgründen, wie es hieß. Hingegen kam ein Video an die Öffentlichkeit, das Gaddafi beim Beten mit seinen Enkeln zeigt. Es wurde auf einem Laptop im Haus von Gaddafis Sohn Hannibal gefunden.

Dieser hat sich, ebenso wie inzwischen auch Sohn Saadi, ins Ausland abgesetzt. Während Hannibal nach Algerien flüchtete, wurde Saadi, einst Fußballprofi, am Sonntag in Niger aufgegriffen. Gaddafis Tochter, seine zweite Frau und ein weiterer Sohn flohen ebenfalls nach Algerien.

Eine Sprecherin des US-Außenministeriums

berief sich auf Angaben der nigrischen Regierung, dass Saadi in die Hauptstadt Niamey gebracht und dort in Gewahrsam genommen werde. Die nigrische Regierung selbst erklärte, Saadi unter Beobachtung, nicht in Haft zu halten, da kein Haftbefehl gegen ihn vorliege.

In Libyen kommt derweil die Offensive gegen Gaddafis letzte vier Bastionen nicht so recht voran. Wegen der heftigen Gegenwehr verzichten die Rebellen weiter auf eine Großoffensive auf Bani Walid. Laut Al-Dschasira herrscht auch Zwist unter ihnen, da etliche selbst in der Wüstenstadt aufgewachsen sind oder dem Stamm der Warfalla, der dort lebt, angehören.