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Italiens Sparpaket soll die nervösen Anleger beruhigen

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Italiens Sparpaket soll die nervösen Anleger beruhigen

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Italien bekommt ein Sparpaket – bereits das zweite innerhalb kurzer Zeit. Gepackt ist es schon, darin sind mehr als fünfzig Milliarden Euro, und morgen wird es auch in der Abgeordnetenkammer besiegelt, der zweiten Parlamentskammer nach dem Senat.

Regierungschef Silvio Berlusconi ist noch einmal nach Brüssel gereist, um dort den EU-Partnern zu versichern, dass alles seinen Gang gehe. Anleger an den Anleihemärkten waren zuletzt unruhig geworden: Zu lange hatte sich das Hin und Her um das Sparpaket hingezogen, immer wieder wurde noch einmal etwas geändert.

Man habe darüber gesprochen, wie Italien sein Wirtschaftswachstum ankurbeln und seine Schulden in Grenzen halten wolle, sagt Herman Van Rompuy, der EU-Ratsvorsitzende, nach seinem Treffen mit Berlusconi. Haushaltsdisziplin und Reformen für mehr Wachstum seien unbedingt nötig, damit die Märkte Vertrauen hätten.

Zum Sparpaket gehört unter anderem eine höhere Mehrwertsteuer. Außerdem sollen Frauen bis zur Rente länger arbeiten: Bisher gehen sie früher in den Ruhestand als Männer. Eine zuerst geplante Reichensteuer sollte dann doch nicht kommen, jetzt gibt es sie in abgespeckter Form.

Ziel der Maßnahmen ist es, dass Italien schon 2013 keine neuen Schulden mehr machen muss – ein Jahr früher als bisher geplant. Für Italien sind aber auch weniger die neuen Schulden das Problem, sondern vor allem die aufgelaufene Gesamtverschuldung.