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Maastricht: Ausschluss Griechenlands nicht vorgesehen

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Maastricht: Ausschluss Griechenlands nicht vorgesehen

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Einen Tag nach dem massiven Kursverfall haben die

stark in Griechenland engagierten französischen Großbanken sich wieder gefangen. Der Handel war allerdings erneut hoch nervös und unterlag extremen Schwankungen. Am Vortag waren die Kurse von BNP Paribas, Societe General und Credit Agricole wegen der Griechenlandkrise eingebrochen.

Investmentbanker Lionel Jardin erklärt, dass weder die Banken noch die EU mit einem solchen Szenario, wie es durch Griechenland entstanden ist, gerechnet haben: “Der Vorschlag, Griechenland einfach abzustoßen, ist nicht mehr tabu. Darüber wird offen geredet. Aber wie soll das konkret umgesetzt werden? Einen solchen Fall sieht der Vertrag von Maastricht nicht vor.”

Finnland verlangt als einziger Euro-Staat von Griechenland zusätzliche Sicherheiten als Pfand.

Die deutsche Kanzlerin Angela Merkel sagte bei einem Treffen mit dem finnischen Ministerpräsidenten Jyrki Kaitanan in Berlin, sie sei zuversichtlich, dass die Probleme einvernehmlich gelöst würden. Experten befassten sich mit dem Thema, so Merkel.

In Griechenland sträubt sich die Bevölkerung nach wie vor gegen Sparmaßnahmen. Dauernde Streiks und Demonstrationen lähmen das Land. In Athen streikten erneut die Taxifahrer. Die Regierung kündigte 20.000 Entlassungen bei Staatsfirmen an.